Evangelische Familienbildung stärkt Schutz und Vertrauen

Die Familienbildung der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft und das Haus der Familie in Landau haben jeweils ein eigenes Schutzkonzept entwickelt. Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor Grenzverletzungen und Gewalt zu schützen und zugleich eine Kultur des respektvollen und achtsamen Miteinanders zu fördern. Beide Konzepte sind auf den Internetseiten der Einrichtungen veröffentlicht.

Die farbigen Klammern des Schutzkonzept-Logos bilden im Zusammenspiel das Farbspektrum. Sie stehen für den Anspruch, beim Schutz von Menschen nichts auszuklammern und niemanden auszuschließen.

„Unser Ziel ist es, die Evangelische Familienbildungsstätte und unsere Angebote zu sicheren Orten zu machen – Orte, an denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene sich wohlfühlen, entfalten und Gemeinschaft erleben können. Achtsamkeit, Wertschätzung und ein respektvoller Umgang mit persönlichen Grenzen bilden dafür die Grundlage“, 
sagt Susanne Burgdörfer, Leiterin des Hauses der Familie in Landau.

Beide Schutzkonzepte beruhen auf gemeinsamen Grundsätzen, sind aber auf die jeweilige Arbeit vor Ort zugeschnitten. Sie befassen sich unter anderem mit Nähe und Distanz, Verhaltensregeln, Prävention und Schulung sowie mit Beschwerde- und Meldewegen. Auch der Umgang mit Verdachtsfällen ist geregelt. Dabei setzen die Einrichtungen unterschiedliche Schwerpunkte: Die Familienbildung der Evangelischen Arbeitsstelle führt viele ihrer Angebote an wechselnden Veranstaltungsorten und gemeinsam mit Kooperationspartnern durch. Ihr Konzept berücksichtigt deshalb besonders die jeweiligen räumlichen Bedingungen und die notwendigen Absprachen vor Ort. Das Haus der Familie in Landau richtet den Blick stärker auf die Gegebenheiten der eigenen Einrichtung und konkrete Angebote. Dazu gehören beispielsweise Regeln für den Kindertreff, Beratungsräume und das Außengelände. Ergänzend bietet das Haus der Familie eine Basisschulung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an: Die für Mitarbeitende der Evangelischen Kirche der Pfalz verpflichtend eingeführte Grundlagenschulung sensibilisiert Kursleitungen insbesondere für einen professionellen Umgang mit Nähe und Distanz und stärkt ihre Handlungskompetenz im Umgang mit sexualisierter Gewalt.

Für Ute Dettweiler, Leiterin der Familienbildung bei der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft und Ansprechpartnerin bei Beschwerden, bedeutet Schutz jedoch ausdrücklich nicht, Begegnung und Nähe zu vermeiden: 

„Wir finden es wichtig, nicht aus Angst vor falsch verstandenen Handlungen total auf Distanz zu gehen: Nähe ist essenziell und – so wie wir sie in unserem Schutzkonzept professionell beschrieben und verankert haben – ein ganz bedeutender Bestandteil unserer Arbeit mit Familien.“

Die Schutzkonzepte sollen im Alltag gelebt und kontinuierlich weiterentwickelt werden. „Das Schutzkonzept ist für uns kein Stück Papier, sondern die lebendige Basis unseres Miteinanders – mit den Menschen für die Menschen“, betont Dettweiler.

Die vollständigen Schutzkonzepte sind auf den Internetseiten der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft sowie des Hauses der Familie in Landau abrufbar.

Link zum Schutzkonzept der Familienbildung der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft

Link zum Schutzkonzept der Familienbildungsstätte Haus der Familie