Willkommen auf der Infoseite zum WGT 2022

An dieser Stelle wollen wir Sie informieren, welche der Seminare zur Vorbereitung auf den Weltgebetstag eventuell auf Online-Formate umgestellt werden.
Sie wollen gern online zur Vorbereitung teilnehmen?
Wollen Sie sich informieren, wo welche Gottesdienste am 4. März geplant sind? Bitte hier klicken.

Die Botschaft des Weltgebetstages 2022 lautet Zukunftsplan: Hoffnung

Vorwort und Texte* von Pfarrerin Christine Dietrich
Andacht der Hoffnung

2022 kommt der Weltgebetstag aus England, Wales und Nordirland.

Wir werden eingeladen, Spuren der Hoffnung nachzugehen.

Durch diesen Weltgebetstag wollen uns Frauen aus England, Wales und Nordirland ermutigen, Geschichten der Hoffnung zu erzählen.

Jede von uns hat Geschichten der Hoffnung im eigenen Leben. Durch diesen Weltgebetstag werden wir als Frauen ermutigt, das Gute und Hoffnungsvolle, gerade auch im eigenen Leben wahrzunehmen, darüber zu reden und danach zu handeln. Gleichzeitig wissen wir uns der Gemeinschaft von Frauen weltweit verpflichtet. Wir lassen Frauen in einem anderen Land zur Sprache kommen, hören zu, nehmen sensibel wahr und können auch dankbar empfangen, was sie uns mitzuteilen haben.

Dieses Jahr rufen uns die Frauen aus dem Vereinigten Königreich (ohne Schottland) zu:

Tut, was dem Leben dient!

Kümmert Euch für das Wohl der Stadt, das heißt auch kümmert Euch um das Wohl anderer Menschen. So entstehen neue Hoffnungsgeschichten durch Euch.

Tut, was dem Leben dient!

Kümmere Dich gut um Dich selbst und deine Lieben.

Mit den Worten, mit denen Gott die heimatlosen Jüdinnen und Juden im Exil in einem fremden Land ermutigte, sollen auch wir ermutigt werden, in schwerer Situation nicht zu verzagen.

Mit den Worten Gottes: Baut Häuser, pflanzt Gärten und habt Kinder! (nach Jeremia 29,5 und 6), sollen auch wir uns an diesem Weltgebetstag ermutigen lassen, selbst in schwieriger Situation Gutes für uns selbst und andere aufzubauen. Das kann mit etwas ganz Einfachem beginnen. Gute Worte zu sprechen, gute Gedanken der Hoffnung zu denken, weil Gott Gedanken des Friedens über mich, über uns hat. Ich bin eingeladen, mich zusammenzuschließen mit anderen Frauen, die Hoffnungsträgerinnen sein wollen.

Manchmal ist das zunächst eine Willensentscheidung fernab von unserer Gemütslage.

Lassen Sie sich einladen, beginnend durch die Willensentscheidung, solidarisch diesen Hoffnungsgottesdienst am 4. März 2022 mit anderen Frauen weltweit mitzufeiern, solch eine Hoffnungsträgerin zu sein. Vieles beginnt mit einer kleinen Entscheidung und darf wachsen zu einer neuen Lebensperspektive.

Bei jedem Weltgebetstag erfahren wir ganz Unterschiedliches über das Land, die Geschichte, die Menschen, besonders der dort lebenden Frauen und Mädchen.

* unter Verwendung des Materialhefts "Frauen aller Konfessionen laden ein Weltgebetstag 4. März 2022 | England, Wales, Nordirland | Zukunftsplan: Hoffnung | Ideen und Informationen 2022" ,  herausgegeben vom Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.

Motivkarte und Bestellzettel

Diese Postkarte mit Titelmotiv verteilen wir beim Weltgebetstagsgottesdienst an alle Mitfeiernde. Die Frauen des Vorbereitungsteams geben uns Informationen über die Künstlerin und ihre Gedanken.

Hier das pdf zur Bestellung des Weltgebetstagsmaterials in den Gemeinden zum Ausdrucken.

England, Wales, Nordirland: Allgemeines und Herausforderungen für Frauen

Bevölkerung, Konfessionen und Religionen:

In England leben 55 Millionen Menschen, in Wales 3 Millionen und in Nordirland 2 Millionen.

  • Religion:
    52% konfessionslos
    38% Christentum
          (12% anglikanisch – Church of England
            7% katholisch
            2% presbyterianisch
            1% methodistisch
            0,5% Baptisten
            und andere)
    6% Islam
    0,5% Judentum
    3% andere
    (im Vereinigten Königreich nach dem British Social Attitudes Survey 2018)

  • Politisches System:
    Parlamentarische Monarchie

  • Bevölkerung:
    In London leben 14 Millionen Menschen, von denen nur knapp 60% der Bevölkerung im Vereinigten Königreich geboren sind.
    Hier leben Menschen aus rund 200 Nationen und sprechen rund 300 Sprachen.
    Von den 3 Millionen Menschen, die in Wales leben, sind 95% im Vereinigten Königreich geboren.
    In Nordirland sind es von den 2 Millionen dort Lebenden sogar 99%.

  • Armut und Gewalt:
    Wenn wir England, Wales und Nordirland hören, verknüpfen wir diese „Namen“ nicht sofort mit Armut und Gewalt.
    Jedoch waren im Jahr 2019 23,1 Prozent Personen von Armut bedroht (17,4 Prozent waren es in Deutschland). Im Jahr 2018 lebten 14 Millionen Menschen in Großbritannien unterhalb der Armutsgrenze. Gab es im Jahr 2009 lediglich 29 Tafeln, so waren es im Jahr 2019 2.000; hier bekommen von der Armut betroffene Personen Mahlzeiten und Nahrungsmittel.

    Wir laden Sie dazu ein, sich durch unser Begleitprogramm und am Weltgebetstag selbst, am 4. März 2022, über die Situation der Frauen im Vereinigten Königreich zu informieren. Laut einer EU–Umfrage von 2014 haben 44 Prozent der Frauen in Großbritannien körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Die Rechte der Frauen in Politik und Kirche, wie das allgemeine Wahlrecht oder die Frauenordination in der anglikanischen Kirche, wurden von Frauen erkämpft.

  • Land und Geschichte:
    Begeben Sie sich mit uns beim Weltgebetstag 2022 auf eine Reise, um diese nahe und doch fremde Nachbarschaft überm Meer kennen zu lernen, auch unter dem Blickwinkel der Herausforderungen von Frauen und Mädchen.

Lied aus der Weltgebetstagsordnung | Hoffnungslied mit Noten

Vielleicht haben Sie Freude, dieses Lied aus der Gottesdienstordnung des Weltgebetstages zu Ihrem Hoffnungslied zu machen - Ein Hoffnungslicht als eine stetige Begleitung in Ihrem Alltag – Ein Lied auf den Lippen durch den Tag.

Klicken Sie für die Partitur als pdf-Datei zum Download einfach auf das Foto.

Landschaftsimpressionen

Ihre Spende für den Weltgebetstag

Wichtig ist es, zu wissen, dass das gespendete Geld nicht nur nach Europa oder nach England, Wales, Nordirland geht. Mit dem diesjährigen Weltgebetstag und seinem gewählten Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“ setzen wir uns international gegen Ausgrenzung ein.

Die Projektarbeit des Deutschen Weltgebetstagskomitees unterstützt Frauen und Mädchen darin, ihre politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rechte durchzusetzen. Die Projektarbeit wird durch die Kollekte am ersten Freitag im März und durch Spenden über das ganze Jahr finanziert.

Unterstützen auch Sie Frauen- und Mädchenprojekte in Europa, Lateinamerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien mit Ihrer Spende, die Sie einfach überweisen können. Eine Spendenquittung wird Ihnen zugesandt. Bitte geben Sie Ihre Adresse auf dem Überweisungsträger an.

Ihren Wunschbetrag können Sie an folgendes Konto überweisen, falls gewünscht auch mit Verwendungszweck mit dem Namen des Projekts:

IBAN: DE51 5405 0220 0000 1019 31
BIC: MALADE51KLK
Bank: Kreissparkasse Kaiserslautern

Projekt El Salvador: Wasserschutzgebiete sichern Lebensgrundlagen

Seit  Jahren bedroht  extreme Wasserknappheit die Existenz tausender ländlicher Familien – eine Folge von Abholzung, Wetterextremen und staatlichem Missmanagement. Unsere Partnerorganisation ADECIME nimmt die Dinge selbst in die Hand und organisiert in ihrer Gemeinde ein selbstverwaltetes Wassereinzugsgebiet. Die Einzäunung von Quellgebieten, Aufforstung von 30 Hektar Land und der Bau von Regenwasserspeichern sichert Trinkwasserversorgung und Wasserbedarf für Gemüseanbau, Hühner- und Fischzucht. Eine eigens entwickelte kommunale Wassernutzungsverordnung soll für die faire Verteilung des kostbaren Wassers sorgen.

Projekt Demokoratische Republik Kongo: Monatsbinden schaffen Teilhabe

Die Menstruation ist in vielen Teilen Afrikas ein tabuisiertes Thema, über das selbst im engsten Familienkreis nicht gesprochen wird. Die Monatsblutung grenzt Frauen und Mädchen regelmäßig aus, auch weil ihnen schlichtweg Mittel fehlen,die Blutungen zu „managen“ und sie aus Scham zu Hause bleiben. Hier setzt unsere Partnerorganisation REFEADES an: Sie informiert Frauen über reproduktive Gesundheit und macht öffentlich auf Defizite bei der Umsetzung von Frauenrechten aufmerksam. Zusätzlich bildet sie Frauen mit Behinderungen in der Herstellung wiederverwendbarer Monatsbinden aus. So können sich Frauen mit Behinderungen ein Einkommen schaffen und zugleich gibt es auf dem Markt endlich erschwingliche Monatsbinden.

Nordirak: Ein sicherer Ort in der Krise

Bereits vor der Terrorherrschaft des sogenannten „Islamischen Staates“ war geschlechterspezifische Gewalt ein Thema im Irak. Der Kampf gegen die Islamisten, die politische Krise und die wirtschaftliche Not haben jedoch die Lage für Frauen und Mädchen im kurdischen Teil des Landes noch verschärft. Gewalt in jeder Form ist allgegenwärtig. Wirksame Schutzmechanismen von öffentlicher Seite gibt es nicht.
Trotzdem gelingt es unserer Partnerorganisation Haukari, mit dem einzig verbliebenen Frauenhaus in der Region Sulaimania auch in diesen Zeiten einen Zufluchtsort für etwa 35 Frauen anzubieten. Die Frauen erhalten dort neben einer sicheren Unterkunft auch Beratung, denn die Flucht aus dem gewalttätigen häuslichen Umfeld bedeutet für sie, in Zukunft vollkommen auf sich allein gestellt zu sein.

Bosnien-Herzegowina: Die Frauen bringen den Frieden voran

Mit  dem  wiedererstarkten nationalistisch-patriarchalen Denken gehen 25 Jahre nach Kriegsende in Bosnien und Herzegowina spürbare Rückschritte in Sachen Geschlechtergerechtigkeit einher. Unsere Partnerorganisation CURE stellt sich diesem Trend nicht nur mit Kreativität und starken Botschaften entgegen. Die Frauenorganisation, die in beiden Teilrepubliken des Landes gut vernetzt ist, setzt sich dafür ein, dass Frauen im weiteren politischen Friedens- und Verfassungsprozess endlich mit am Tisch sitzen. CURE arbeitet mit Unterstützung des Weltgebetstags daran, endlich die „wahren Heldinnen“ zu zeigen, die als Kriegsüberlebende und Friedensaktivistinnen für Hoffnung, Wiederaufbau und Versöhnung stehen.

Indonesien: Unabhängigkeit durch ökologische Landwirtschaft

In den Bergen Mojokertos im Osten Javas haben sich 160 Frauen zusammengeschlossen, um angesichts des Klimawandels und der fortschreitenden Bodenerosion neue Wege in der Landwirtschaft zu gehen. Mit Unterstützung unserer Partnerorganisation Brenjônk haben die Frauen damit begonnen, Gemüse und Reis nach ökologischen Kriterien anzubauen und sie entsprechend zertifizieren zu lassen. Bio-Nahrungsmittel waren in Indonesien bisher einer städtischen Mittelschicht vorbehalten, nun haben auch Menschen in abgelegenen Bergdörfern Zugang zu ihnen. Zudem liegen die Erträge deutlich über den Erwartungen und zugleich können die Produkte aufgrund der Zertifizierung zu einem guten Preis verkauft werden. Die damit einhergehende ökonomische Unabhängigkeit stärkt die Position der Frauen in ihrer Familie und ihrer Gemeinde.

Den Flyer mit der Übersicht der genannten fünf Projekt können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.

Haben Sie Freude, sich für den Weltgebetstag zu engagieren?

Beispielsweise als Multiplikatorin, die andere Frauen auf Dekanats- oder Gemeindeebene auf den Weltgebetstag vorbereitet. Landinformationen, Kochaktionen oder Gottesdienstmitgestaltung ...
Sie finden hier den Flyer zu den Vorbereitungstreffen auf Dekanatsebene und die Möglichkeit, beim Seminar der Multiplikatorinnen am ersten Novemberwochenende teilzunehmen.

Wir freuen uns über Ihre aktive Mitarbeit. Bei Interesse kontaktieren Sie mich bei unserer Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft in Kaiserslautern:

Christine Dietrich

Pfarrerin und theologische Referentin

Tel.: 0631 3642-230

christine.dietrich(at)nospam evkirchepfalz.de

Auch meine Kollegin aus dem Bistum Speyer ist für Sie da:

Monika Kreiner

Frauenseelsorge Bistum Speyer

Tel.: 06232 102-202

Monika.Kreiner(at)nospam bistum-speyer.de

Link zur Frauenseelsorge der Diözese Speyer

Wir, das ökumenische Frauenteam zum Weltgebetstag der Frauen 2022, freuen uns, Sie vor Ort wiederzusehen oder neu kennen zu lernen.

 

 

Informationen vom Deutschen Weltgebetstags-Komitee

Allgemeines zum Weltgebetstag 2022 | England, Wales und Nordirland |

Weltgebetstag - das ist gelebte Ökumene!

Der Weltgebetstag ist die größte ökumenische Basisbewegung von Frauen weltweit. Er wird jeweils am ersten Freitag im März in über 120 Ländern gefeiert und alleine in Deutschland machen jährlich mehr als 800.000 Frauen mit. Das jeweilige Partnerland bereitet die Inhalte des Gottesdienstes vor und steht mit dem Schwerpunktthema und Aktionen im Mittelpunkt.

Zukunftsplan: Hoffnung

Zum Weltgebetstag 2022 aus England, Wales und Nordirland

Weltweit blicken Menschen mit Verunsicherung und Angst in die Zukunft. Die Corona-Pandemie verschärfte Armut und Ungleichheit. Zugleich erschütterte sie das Gefühl vermeintlicher Sicherheit in den reichen Industriestaaten. Als Christ*innen jedoch glauben wir an die Rettung dieser Welt, nicht an ihren Untergang! Der Bibeltext Jeremia 29,14 des Weltgebetstags 2022 ist ganz klar: „Ich werde euer Schicksal zum Guten wenden…“

Am Freitag, den 4. März 2022, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde den Weltgebetstag der Frauen aus England, Wales und Nordirland. Unter dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“ laden sie ein, den Spuren der Hoffnung nachzugehen. Sie erzählen uns von ihrem stolzen Land mit seiner bewegten Geschichte und der multiethnischen, -kulturellen und -religiösen Gesellschaft. Aber mit den drei Schicksalen von Lina, Nathalie und Emily kommen auch Themen wie Armut, Einsamkeit und Missbrauch zur Sprache.  

Eine Gruppe von 31 Frauen aus 18 unterschiedlichen christliche Konfessionen und Kirchen hat gemeinsam die Gebete, Gedanken und Lieder zum Weltgebetstag 2022 ausgewählt. Sie sind zwischen Anfang 20 und über 80 Jahre alt und stammen aus England, Wales und Nordirland. Zu den schottischen und irischen Weltgebetstagsfrauen besteht eine enge freundschaftliche Beziehung.

Bei allen Gemeinsamkeiten hat jedes der drei Länder des Vereinigten Königreichs seinen ganz eigenen Charakter: England ist mit 130.000 km² der größte und am dichtesten besiedelte Teil des Königreichs – mit über 55 Millionen Menschen leben dort etwa 85% der Gesamtbevölkerung. Seine Hauptstadt London ist wirtschaftliches Zentrum sowie internationale Szene-Metropole für Mode und Musik. Die Waliser*innen sind stolze Menschen, die sich ihre keltische Sprache und Identität bewahrt haben. Von der Schließung der Kohleminen in den 1980er Jahren hat sich Wales wirtschaftlich bisher nicht erholt. Grüne Wiesen, unberührte Moorlandschaften, steile Klippen und einsame Buchten sind typisch für Nordirland. Jahrzehntelange gewaltsame Konflikte zwischen den protestantischen Unionisten und den katholischen Republikanern haben bis heute tiefe Wunden hinterlassen.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen für den Weltgebetstag. Seit über 100 Jahren macht die Bewegung sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Rund um den 4. März 2022 werden allein in Deutschland hundertausende Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder die Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag besuchen.

Gemeinsam wollen wir Samen der Hoffnung aussäen in unserem Leben, in unseren Gemeinschaften, in unserem Land und in dieser Welt.

Seien Sie mit dabei und werden Sie Teil der weltweiten Gebetskette!

2.879 Z.m.L.z.

Lisa Schürmann, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Weitere Informationen zum Weltgebetstag gibt es online unter www.weltgebetstag.de