Familienbildung als Ort gelebter Demokratie

Wie können Familieninstitutionen demokratisches Miteinander stärken? Dieser Frage widmete sich ein Fachtag am 3. September in Mainz. Mit dabei war Ute Dettweiler, Referentin für Familienbildung der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft und Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft det Familienverbände Rheinland-Pfalz (AGF).

Sabine Bätzing-Lichtenthäler Ministerin für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend mit Ute Dettweiler, Referentin für Familienbildung der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft und Vorsitzende der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft Familienbildung Rheinland-Pfalz

Unter dem Titel „Die Familieninstitutionen – Ein (Lern)Ort für Demokratie und Begegnung“ kamen in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Fachkräfte und Engagierte aus Familieninstitutionen zusammen. Eingeladen hatten das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz und die Servicestelle „Netzwerk Familie stärken“.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Familieninstitutionen Orte schaffen und erhalten können, an denen Menschen einander begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und demokratisches Miteinander ganz praktisch erfahren.

Besonders angesprochen hat Ute Dettweiler dabei der Blick auf die Bedeutung sozialer Orte in Städten und im ländlichen Raum:

„Mich hat begeistert, dass es darum geht, soziale Orte in Städten und im ländlichen Raum zu stärken – auch sogenannte ‚gewesene Orte‘ wie die leerstehende Kneipe, den verwaisten Ortskern oder das alte Bahnhofsgebäude. Das hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig und erhaltenswert unsere Familienbildungsstätten als Orte der Begegnung sind.“

Der Fachtag machte deutlich: Demokratie braucht Orte der Begegnung. Familienbildungsstätten sind solche Orte. Sie ermöglichen Austausch und Beteiligung, bringen unterschiedliche Menschen zusammen und stärken damit das gesellschaftliche Miteinander.