Projektgruppe "Frauen wagen Frieden"

„Frauen wagen Frieden“ widmet sich seit vielen Jahren den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und greift zudem aktuelle Themen auf.
Die Projektgruppe initiiert eigene und unterstützt Aktionen anderer Friedensgruppen.

Mitmachen

„Frauen wagen Frieden“ trifft sich monatlich (außer in den Sommerferien) in Kaiserslautern bei der Evangelischen Arbeitsstelle im Heinz-Wilhelmy-Haus (Unionstraße 1). 

Unsere kommenden Termine im Jahr 2020 (jeweils von 14:30 bis 17:30 Uhr):

  • Montag, 17. Februar |  Internationale Menschenrechtsbeobachtung - Als "Ökumenische Begleiter" in Palästina
    Referent/Referentin: Christian Sterzing und Christina Rademacher

  • Dienstag, 10. März | Simbabwe - ein Land im Süden Afrikas - Die politische Seite der Weltgebetstagsarbeit
    Referentin: Christine Gortner, Evangelische Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft

  • Montag 6. April | 25 Jahre Gleichsstellungsstelle - Presbyteriumswahlen
    Referentin: Annette Heinemeyer, Gleichstellungsbeauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz

  • Montag, 11. Mai | "Gemeinsam für Gerechtigkeit" Prinzipien und Positionen zu Gerechtigkeit in der Arbeit von Brot für die Welt
    Referentin: Pfarrerin Corinna Weissmann, Brot für die Welt-Beauftragte der Evangelischen Kirche der Pfalz

  • Mittwoch 3. Juni | "Deine Sprache verrät Dich" Die Bedeutung der Sprache für unser Leben und unsere Beziehung
    Referentin: Pfarrerin und Autorin Martina Horak-Werz

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Treffen stehen allen Interessierten offen, die Gruppe freut sich über jede Frau, die sich ihr neu anschließt.
Der nächste Studientag im Herbst findet am Montag,17. Februar 2020  im Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim statt.

In einem Infobrief informiert die Gruppe über anstehende Aktionen, wirbt ggf. für Unterschriftenaktionen und gibt Anregungen für einen eigenen Einsatz vor Ort.

Ansprechpartnerin:
Bärbel Schäfer
St. Gallus Weg 14 | 67454 Hassloch
Tel: 06324 980608 | E-Mail: baer.schaefer55(at)nospam
gmail.com

"Wir können etwas bewegen!" Studientag am 7.9.2019


Am 7. September hatte die Projektgruppe "Frauen wagen Frieden" der pfälzischen Landeskirche im protestantischen Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim einen Studientag mit rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern veranstaltet. Dieser wollte unter dem Thema: "Wir können etwas bewegen" zu mehr politischem Engagement anregen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Studientags der Projektgruppeunterstützen den weltweiten Klimaprotesttag der "Fridays for Future"-Bewegung am 20. September 2019 und rufen zur Beteiligung an Demonstrationen auf. In einer zweiten Resolution sprachen sich die Teilnehmenden des Studientags einstimmig dafür aus, die Gemeinnützigkeit für das globalisierungskritische Netzwerk Attac zu erhalten. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom vergangenen Februar schränke die künftige Arbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen und deren politisches Engagement stark ein und bedrohe sie mit dem Verlust der Gemeinnützigkeit. Dies sei verheerend, heißt es.

Rückblick über den Studientag im Herbst 2018

Beim 200-jährigen Jubiläum der Kirchenunion in Kaiserlautern war die Gruppe „Frauen wagen Frieden“ u.a. am Samstag, 8.9.2018 mit einem Stand in der Unionskirche präsent.

Dort wurde ein Demokratie-Spiel angeboten. Die Frage lautete: Ist unsere Demokratie gefährdet?

Bei diesem Spiel wurden kleine Steinchen zu JA oder NEIN gelegt.

22 JA               17 Nein

Nicht alle Teilnehmenden haben ihre Meinung begründet, die folgenden Kommentare zu der Antwort "JA" lauteten:

  •  "Nicht genügend Menschen stehen auf gegen undemokratische, menschenverachtende Verhältnisse."
     
  • "Demokratiefeinde werden nicht oder nur schwach verfolgt. Der Staat muss das „rechte Auge“ (endlich) öffnen."
     
  • "Rechte Hooligans zeigen ungeniert den Hitlergruß und die Polizei in Chemnitz steht daneben ohne einzugreifen – da stimmt es nicht mehr mit dem Staat."
     
  • "Herr Maaßen ist auf dem „rechten Auge“ blind, wenn er z.B. anzweifelt, dass die „Jagdszenen“ gegen Migranten nicht echt sind."
     
  • "Bei zu vielen Menschen fehlt der Mut zum Widerstehen in Fragen der Menschenrechte."
     
  • "Vielen Menschen scheint es nicht klar zu sein, dass die AfD keine Alternative für Deutschland ist, sondern eine große Gefahr, weil diese Menschen offen die Probleme unserer Zeit verharmlosen und andere ausgrenzen."
     
  • "Die heutige Gesellschaft ist EU-weit zu sehr im Leistungsdruck und Erfolgszwang versunken, um neben dem eigenen Wohlergehen noch an Nächstenliebe, Gemeinschaft und Demokratie zu denken."
  • "Die Medien bestimmen „die Stimmung“."
     
  • "Rechte Demagogen bieten EINFACHE ANTWORTEN an."
     
  • "Die demokratischen Kräfte sind nicht sichtbar!"
     
  • "Gute, gerechte Sozialpolitik ist nötig – JETZT!"
     
  •  "Großkonzerne haben fast alles in der Hand - sie haben das Sagen!"

Zur Option NEIN (unsere Demokratie ist nicht gefährdet) lauteten die Kommentare wie folgt:

  •  "Es sind noch demokratische Menschen da, die Gefahren wahrnehmen."
     
  •  "Es gibt noch engagierte Menschen, die sich für eine gerechte Demokratie einsetzen und dafür streiten."
     
  • "Wir dürfen in Deutschland frei denken, dürfen wählen und weil wir auch aus der Vergangenheit gelernt haben."
     
  • "Wir leben Demokratie und sie ist uns wichtig!"
     
  • "Wir sprechen miteinander."
     
  • "Es gibt noch genügend vernünftige, klare und aufrechte Menschen, die für die Grundrechte eintreten!"
     
  • Viele Menschen setzen sich noch für die Demokratie ein, deshalb ist sie noch nicht direkt gefährdet. Weiter so!"
     
  • Unsere Demokratie ist gefährdet wenn wir alle Schwarz sehen und das immer wiederholen.

    Jemand hat ein Smiley gemalt.

  Die Kommentare sammelte für "Frauen wagen Frieden" Susanne Käser